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Nutzen Sie Solarthermie-Systeme und Photovoltaik


Werden Sie beim Gedanken an die bedrohlich steigenden Treibhausgase und den damit verbundenen Klimawandel nervös? Bekommen Sie graue Haare, wenn Sie an die radioaktiven Altlasten der Atomkraftwerke denken? Dabei begegnen wir dem umweltfreundlichsten Energielieferanten doch täglich. Sie kennen doch auch das Sprichwort „Sonne tanken“. Obwohl die Sonne Lichtjahre von uns entfernt ist, reichen ihre wärmenden Strahlen bis zur Erde. Die Sonne schickt jährlich rund 2.500 Mal soviel Energie zur Erde, wie weltweit im selben Zeitraum verbraucht wird. Warum also nicht die kostenlose Sonnenenergie ins Haus holen und zur Strom und Wärmeerzeugung nutzen - denn Sonne wird es immer geben.


Die umweltfreundliche Energie der Sonne

Anders als bei der Verbrennung von Gas, Öl oder Kohle wird durch die Nutzung der Sonnenenergie kein CO2 freigesetzt. Nicht nur in den südlichen Ländern, sondern auch in unseren Breiten eignen sich viele Gebäude für die Solarthermie oder eine Photovoltaikanlage. Allein in Deutschland stehen dafür rund 700 Millionen Quadratmeter Dachfläche zur Verfügung. Bei der Solarthermie können Sie die Kraft der Sonne nutzen, um mit Sonnenkollektoren Ihr Trinkwasser zu erhitzen oder gleich für Heizung und Heißwasser zu sorgen. Mit einer Photovoltaikanlge verwandeln Sie Ihr Dach in ein kleines Sonnenkraftwerk und erzeugen umweltfreundlichen Strom. Der erzeugte Strom wird an den Energieversorger ( Stadtwerke/EON etc.) zu einem festgesetzten Preis verkauft der höher liegt als der Preis für den Sie den Strom kaufen, und erzielen so auch noch einen zusätzlichen Gewinn mit Ihrer Anlage. Bei einer genügend großen Fläche nutzen Sie doch einfach beide Möglichkeiten. Zwar nimmt die Zahl der Sonnenstunden nach Norden hin ab, aber auch bei uns lohnen sich die Anlagen und sorgen für eine warme Stube, eine angenehm niedrige Heizkostenrechnung und geringe Stromkosten. Als Nutzer der Solarenergie stehen Ihnen also im wahrsten Sinne des Wortes sonnige Zeiten bevor.


So lassen sich die Strahlen nutzen

Überraschend viele Gebäude eignen sich für die Nutzung der Sonnenenergie. Dabei haben beide Systeme eines gemeinsam. Den größten Nutzen haben sie bei Dachflächen die nach Süden zeigen. Doch auch jedes andere Dach mit einer Ausrichtung zwischen Südosten und Südwesten lässt sich für die Energiegewinnung nutzen. Optimal ist ein Neigungswinkel von 45 Grad, doch auch bei einer Neigungung von 25 oder 60 Grad können Sie noch gewinnbringend auf die Solarenergie setzten. Hier kann der geringere Wirkungsgrad einfach über eine größere Fläche ausgeglichen werden.


Für jedes Gebäude gibt es eine Lösung.

Meist werden die Kollektoren und Solarmodule auf dem Dach oder der Garage montiert. Bei Neubauten bietet sich im Fall der Solarthermie besonders die Indachmontage an. Dazu werden die Sonnenkollektoren einfach an Stelle der Dachziegel montiert. Wenn Sie die Anlage nachträglich installieren möchten, empfiehlt sich die Überdachmontage, die natürlich auch beim Neubau möglich ist. Dazu werden die Kollektoren mit Hilfe eines Schienensystems auf Schrägdächern angebracht. Mittels einer Metallkonstruktion werden die Sonnenkollektoren mit der optimalen Neigung auf Flachdächern befestigt. Wenn die Anlage Ihre Heizung unterstützt, sollten die Kollektoren in einem flacheren Winkel angebracht werden. Schließlich wollen Sie gerade in den Wintermonaten von der tiefer stehenden Sonne profitieren. Natürlich eigenen sich auch senkrechte Flächen, wie zum Beispiel Fassaden, für eine Montage. Bei optimalem Wirkungsgrad reicht schon eine Kollektorfläche von vier bis sechs Quadratmetern aus, um im Jahresmittel rund 60 Prozent des Trinkwassers eines Einfamilienhauses zu erwärmen. Neben dem Brauchwasser lässt sich über diese Solarthermie-Systeme auch das Heizwasser erwärmen.


Ähnliches gilt für die Installation eines Sonnenkraftwerkes.

Auch hier ist die Montage durch einen Fachbetrieb problemlos bei Alt- und Neubauten möglich. Innerhalb von meist nur zwei Tagen können Sie so ihren eigenen Strom produzieren. Die Installation erfolgt nahezu komplett außerhalb der Wohnräume. Der Fachmann übernimmt auch die Einrichtung des Einspeiseanschlusses an das öffentliche Netz und kümmert sich um die Abnahme Ihrer Solaranlage durch das für Sie zuständige Energieversorgungsunternehmen.


Einfach aber wirkungsvoll – so funktioniert die Solarthermie

Im Innern des Kollektors schlängeln sich Kupferrohre unter einer schwarzen Schicht. Durch die Sonnewärme wird ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel in den Kupferröhren auf bis zu 90 Grad erhitzt. Über ein gut isoliertes Rohrsystem sind die Kollektoren mit einem Wasserspeicher verbunden. Ist die Flüssig im Kollektor wärmer als die Temperatur im Speicher, sorgt eine Umwälzpumpe für Zirkulation. Mittels Wärmetauscher wird das Wasser im Speicher erwärmt und der Kollektor-Kreislauf abgekühlt. Wenn die Sonnenenergie nur für Heißwasser sorgen soll, handelt es sich um einen Wasserspeicher mit jeweils einem Wärmetauscher für den Kollektoren-Kreislauf und die Zusatzheizung. Wird über die Solarthermie zusätzlich auch die Heizung betrieben, ist ein Kombi-Wasserspeicher mit einer Art Tank im Tank die beste Lösung. An den äußeren Tank wird die Heizung angeschlossen und im Inneren wird das Trinkwasser erwärmt. Wenn die Sonnenenergie alleine nicht ausreicht, springt eine Zusatzheizung ein.

Zusätzlich zu den Kollektoren auf dem Dach, gehören die passenden Rohrleitungen, Solarpumpe, Regelung und Solarspeicher (hier gibt es die Möglichkeit von Solar-Warmwasser-Speicher, Kombi- oder Pufferspeicher) zur Anlage. Der Speicher kann dann an andere Wärmeerzeuger wie zu Beispiel einen Pellet-Heizkessel, Gas- oder Ölheizkessel angebunden werden. Bis zu 40 Prozent des gesamten Wärmebedarfs eines Einfamilienhauses lässt sich durch die Sonnenenergie decken. In den Sommermonaten können Sie daher gänzlich auf ihre herkömmliche Heizanlage verzichten – und auch im Herbst und Frühjahr hilft Ihnen die Solaranlage beim Kostensparen.


Das steckt in Ihrem Solarkraftwerk

Sie werden es kaum glauben, aber die Grundlage für den Solarstrom bildet einfacher Quarzsand. Aus ihm wird Silizium (das zweithäufigste Element des Erdmantels) gewonnen, geschmolzen, in Blöcke gegossen und anschließend in dünne Scheiben, die sogenannten Wafer, geschnitten. Die Wafer werden elektrophysikalisch so verändert und mit einer Siliziumnitrid-Schicht versehen, dass sie eine negativ leitende Schicht auf der Oberfläche erhalten. Bei Lichteinfall fließt in dem Halbleitermaterial Strom. Dieser wird mit in jede einzelne Solarzelle eingebrannten Silberkontakten abgenommen. Einzelne Solarzellen werden zu Modulen zusammengeschaltet. Neben den Modulen auf dem Dach benötigen Sie je nach Anlage einen oder mehrere Wechselrichter, die aus dem erzeugten Gleichstrom Wechselstrom machen, eine Schutzeinrichtung zur automatischen Abschaltung bei Störungen im Stromnetz und einen Zähler zur Erfassung der eingespeisten Strommenge.


Staatliche Förderung für die umweltfreundliche Technik

Ihre Investition in umweltfreundliche Energie wird finanziell belohnt. Zuschüsse können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Die Anmeldung der Förderanträge übernimmt die ausführen-de Installationsfirma gerne für Sie. Ausführliche Infos dazu finden Sie im Internet auf der Homepage www.bafa.de.